Freitag, 10. Februar 2012

Schleichend ...

... macht sich Erschöpfung breit.
Das Ziellinienphänomen: in einer Woche sind Ferien. Immer passgenau vorher die Erkenntnis: ich brauch die jetzt. Und mein Hals läuft sich schon warm bzw. rot: klassische Ferienanfangserkältung. (Hej, Frühstart - da sind noch sieben Tage :(  )
Ferien also. Von denen ich jetzt schon weiß, dass ich es nicht durchhalten würde, wieder von morgens bis nachts zu arbeiten - wie in den letzten. Selbst wenn ich wollte ... Aber ich will ja gar nicht. Mein Zustand sagt mir: ich darf nicht wollen. Das kann ich ganz gut akzeptieren.

Noch sieben Tage also. Nur? Neee, selbst die würde ich jetzt lieber streichen.
Den morgigen zum Beispiel. Sechs Stunden Unterricht. Nach Hause hasten, Mittag hinunterschlingen, wieder in die Schule hasten - Elternsprechtag. 20 mal 10 Minuten stehen auf meiner Liste. Zwan-zig! Zwan! Zig!
Das ist Fünftklasslehrer-Schicksal.
"Wollte nur mal hören, wie sich mein Kind so macht ..." - so wird das. Klar, verständlich. Als Mutter würde (und werde) ich diese Gelegenheit auch nutzen. Aber wenigstens habe ich keine Illusionen darüber, was ich erwarten kann.
Spätestens ab Gespräch 10 nämlich unterbreche ich mich mitten im Satz: "... ähm ... ja ... ähm ... wessen Mutter waren Sie doch gleich ...?"
Ab Gespräch 15 steigert sich das zu: "... äh ... was wollte ich doch gleich ... äh ... also meine Fächer sind ... ja, ich glaube, ich bin die Mathelehrerin ... äh ... aber warten Sie, ich schau mal auf meiner Liste ..."
(Den Satz kann ich ja schon mal auswendig lernen: Ich bin morgen nämlich IMMER die Mathelehrerin :))
Und nach Gespräch 20 werde ich vermutlich fragen, wo hier der Ausgang ist, oder ich beiße in die Tischkante, oder aber ... ich halte mein Gegenüber für den Mann / die Frau vom Pizza-Service - "Eine große Diabolo bitte ..."
Das wär's doch mal: die Eltern bringen - jeder vierte vielleicht? - immer mal was Leckeres mit. Lest Ihr das, Eltern? --- Nee, sie lesen's nicht. Natürlich lesen sie hier nicht :(

Was ich eigentlich nur sagen wollte: Ich bin erschöpft.
Und vor dem morgigen Tag habe ich Respekt.
Und nun: Gute Nacht!

1 Kommentar:

  1. oha.
    hoffe, es ist alles gut gegangen.
    danach ein schönes wochenende!

    (und immerhin habt ihr überhaupt ferein. wir nicht :-(( )

    ((bei unserem elternsprechtag vor zwei wochen haben eltern der klasse, mit helfenden kindern, in der großen eingangshalle waffeln gebacken und für klein geld verkauft, kaffee auch. das kam riesig gut an, besonders auch bei den lehrersleuten!))

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