Montag, 13. Oktober 2014

Zweiwochenrückblick 40-41/14


Wetter
letzte Woche, das lange Wochenende mit seiner wärmenden Herbstsonne, in der wir frühstückten und badeten, das wird in mir bleiben; ansonsten ist es doch zum Heulen, dass ich nach solchen Extremschulwochen kaum sagen kann, welches Wetter uns umgab, weil ich blind durch die Tage rase (nein: nicht heulen - Teilzeit beantragen!)
gemacht
vor allem gearbeitet und die Kinder chauffiert, mehr passte in die Tage kaum hinein; Tochter-Elternabend; ein Kollegen-Oktoberfest in der Schule (nie werde ich freiwillig diese Schule verlassen - mit diesen Kollegen feiere ich sogar Oktoberfeste!); und am langen Wochenende eine Mädchenreise (nur die Tochter und ich) nach Berlin und Umgebung, dort Treffen mit Freundinnen meiner Kindheit, viele Gespräche und Seespaziergänge und Erinnern und Lachen und ruhiges Beieinandersein, und auch Kino - zwei Filme nacheinander, das habe ich seit hundert Jahren nicht mehr gemacht:)
gehört
was hier übend durchs Haus schwirrt: das und das und das und das (tägliche Oase für die Ohren)
gelesen
je zur Hälfte: "Netzgemüse" (was mir nicht sooo viel Neues gibt, und Hilfe schon gar nicht bei unseren fast täglichen Handy-Computer-Konflikten) und Wibke Bruhns "Meines Vaters Land" - hier zieht mich Geschichte ausnahmsweise in ihren Bann, weil sie so privat daherkommt
begegnet
den Alt-Freundinnen und ihren Erinnerungen; einer neuen zugezogenen Schülerinnenfamilie, die das Herz erwärmt; einem Ehemalsschüler, und einem Ehemalskollegen am Telefon
gedacht
dass es hier im Haus soooo sauschmutzig aussieht - und wie ich es schaffe, meine daherrührenden schlechten Gefühle loszuwerden (wenn es schon im Moment keinen Weg aus dem Schmutz heraus gibt ... ich wüsste nicht in welchen Minuten meiner Tage, und die Herbstferien mag ich auch nicht komplett dafür einsetzen ... darf ich ein Zaubermittel wünschen bittedanke ...)
gefühlt
ferienreif - darf man das nach vier Schulwochen schon sein? - jedenfalls merke ich es, weil es mir schwerfällt, mir selbst beim Lesen "zuzuhören": ich lese jede Seite fünfmal und habe doch an was anderes dabei gedacht
gestaunt
wie früh es dunkel wird; und dass die Tochter offenbar nicht von allen Menschen als "schon groß" wahrgenommen wird, wurde sie doch im Drogeriemarkt, als sie zwei Zahnpastatuben aufs Band gelegt hatte, von der Kassiererin gefragt, ob sie denn überhaupt Geld habe:) 
gefreut
über unsere kleine halbprivate Mathe-AG - der Sohn und drei Schüler seiner Klassenstufe, in der ich den 7t-Klässlern helfen will, den Landeswettbewerb Mathematik zu bearbeiten (der für dieses Alter wirklich noch sehr schwer ist, die vier aber sind wild entschlossen:)) - so viel Begeisterung, Ideen, Funkeln in den Augen und über den Tisch fliegende Gedanken - eine wahnsinnige Freude, das zu beobachten und teilzuhaben daran (vielleicht, wenn die vier dabei bleiben, gibt's ja nächstes Jahr auch ne Deputatsstunde dafür ...)
geärgert
ausgerechnet jetzt, wo ich wieder quer durchs Land fahren muss, hat mir das Land Baustellen vor die Nase gesetzt - meine Hauptautobahn ist bis Dezember einspurig - danke auch, ich üb dann jetzt mal Landstraßefahren
gelacht
täglich mit der sprudelnden Lebensfreude der Tochter
geweint
nein, da waren andere Formen des Zumirkommens, auch schmerzhafte ...
berührt
als mich ein ehemaliger Schüler an der Tankstelle ansprach (wir verstopften sofort alles:)) - einer, der damals die Schule verlassen musste, und jetzt extra zu mir kommt, weil er sich freut mir erzählen zu können, wie es mit ihm weiterging und weitergeht - alles gut, und mir wird ganz froh, als ich das höre
Ausblick
Schulwoche total: zwei Elternabende werden den Alltagsgang - vormittags Schule, nachmittags Kinder und Haushalt - abends/nachts Schulvorbereitungen - torpedieren: bleibt für letzteres die Nacht oder wie? ich schüttele das Grausen vor der Woche noch kurz ab und begebe mich erstmal auf die Landstraße
Dankbarkeit
dass ich mir Gedanken darüber machen darf und es auch nicht ganz aussichtslos ist, in absehbarer Zeit wieder mehr Freiheitsgrade zu haben (ich sage nur: Teilzeit! - ich verkünde das jetzt überall, damit ich nicht im Dezember vergesse, meinen Antrag abzugeben);
und dass jeder Tag gute Momente hat, ja eigentlich eine Aneinanderreihung guter Momente ist (nur eben: zu viele in zu großer Dichtigkeit)

1 Kommentar:

  1. Aufregend wie immer!
    Das mit der Teilzeit habe ich mir auch oft überlegt, doch immer wieder hatte ich die Klagen der Teilzeitleute im Ohr, die zu ALLEN Konferenzen und anderen Schulveranstaltungen anwesend sein mussten und von daher kaum Erleichterung verspürten. Also ließ ich es und fuhr gut damit. Bin eh eine Alles-oder-Nichts-Frau!

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