Montag, 17. November 2014

Wochenrückblick 46/14


Wetter
ein immer noch (zu) warmer Herbst, mit Wolken, Regen, Wind - und ab und zu einem Fünkchen Sonne 
gemacht
Schule, Schule und Schule, unter anderem mit den ersten Korrekturen des Jahres - wie das zwischen Herbst- und Weihnachtsferien immer so ist; die üblichen Kindertermine, zumeist Musik, aber auch Bücherei, Spaziergang am Fluss, eine Samstagsfahrt zu einem Mathewettbewerb in einer nicht um die Ecke liegenden Stadt; Samstagsabendfilm als Wochenendbeginn; vorher noch schnell den Wäschekreislauf wieder in Bewegung gebracht (schon normalerweise braucht ein Wäschestück hier wohl 2-3 Wochen, bis es wieder am Ausgangsort anlangt, jetzt aber waren die Schränke leer, und auf den Kinderzimmerböden wuselten im trauten Miteinander dreckige, noch nicht in den Korb gewanderte und eigentlich schon saubere, nur noch nicht wieder einsortierte Stücke, und auch ich wusste bei den im Haus herumstehenden Körben nicht mehr ob schmutzig oder sauber ... nun ist mal wenigstens sortiert und zu Bergen geworfen); und dann ein Sonntag, der so viel Kraft in sich trug - in Form von Worten - geschriebenen und gelesenen -, von Bildern, von Musik, von Stille
gehört
ein neuer Cellobogen macht sooo viel neuen Klang - hä? - ich wusste nicht, wieviel vom Bogen abhängt (klar, sonst gäbe es wohl nicht Bögen für mehr als 1000 Euro ...)
gelesen
immer noch "Und plötzlich waren wir Verbrecher" - ich wurde immer langsamer beim Lesen, weil ich aufgesogen habe, wie man sich in Zeiten äußerster Bedrängnis selbst bewahren und gar finden kann; dann - als Empfehlung zugeflogen: "Das Pubertier" - naja, braucht man nicht, aber ich bin eine disziplinierte Bücher-zu-Ende-Leserin; und nun beginne ich zwei von David Grossman - ja, gleichzeitig: eines über das Werden, eines über das Vergehen
nachgedacht
über liebevoll geschenkte Worte, welche die meinen sind und vorher auch schon die meinen waren - nur braucht es manchmal eben einen Spiegel
gefühlt
von meiner Arbeitsmenge so weit erschöpft, dass mir im Laufe der Woche einige Male fast die Tränen kamen, doch dann ...
gestaunt
... begab es sich, dass ich an einem Abend meine Schreibtischdinge unerwartet früh fertig bekam, eine Stunde oder noch mehr bis zum Schlafen plötzlich ganz meine war, ich tauchte in Gedanken und bald schon in ein Fließen voller Langsamkeit ein ... und war ... ruhig? still? zuversichtlich? ... ja. 
geübt
den Blick auf meine Kraftquellen zu richten, so dass mir diese wieder mehr zutragen
gefreut
über mich berührende Hände, Bilder, Worte in Momenten, in denen ich es brauchte; und dass der Sohn "danke" sagt, wenn ich ihm bei seinen Sachen helfe
geärgert
dass ich diese "Rubrik" noch immer nicht herausnehme, irgendwie der Vollständigkeit halber jede Woche aufs Neue nachgrübele, was hier hineinzuschreiben sei - und doch merke, dass "Ärgern" wohl nicht zu meinem Emotionenspektrum zählt
begegnet
einer Freundin zum Mittagessen, mitten in der Woche (so lange vor uns hergeschoben, und dann war es plötzlich ganz einfach, sich diese Stunde freizunehmen); einer nahen Stimme und einem mich (be)treffenden Bild in einem Brief; meiner eigenen Stimme im Tagebuch; und meiner Musik am Klavier
Ausblick
noch fünf Wochen bis zu den Weihnachtsferien, könnte ich jetzt in Fortsetzung der vergangenen Woche schreiben - doch es hat sich einiges gelüftet, ich bin mit dem Blick wieder mehr in der Gegenwart - und habe in den nächsten Tagen vor, einiges an Arbeit wegzuzaubern - nicht durch Abarbeiten, sondern durch Wegfallenlassen, Aussitzen, Ignorieren, Kürzertreten (mal schauen, ob ich dies dann wirklich mit Konsequenz durchziehe)
Dankbarkeit
für den Himmel, unter dem ich heute spazieren gehen durfte

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