Donnerstag, 5. Juli 2012

Sommerfrüchte

Ich pflücke mir vom Baum des Sommers ein paar seelenheilende Momente.

Mit den Kindern per Fahrrad zur Schule fahren, morgens durch den Nebel, durch zarten Sonnenschleier. Die Felder mit ihren Wegen gehören uns  ...

Mit der Tochter an einem trübwarmen Nachmittag ins Schwimmbad gehen (endlich hatte sie mich überredet) und erfreut feststellen, dass außer uns kaum jemand dieses Wetter für schwimmbadgeeignet hält. Allein mit ihr im riesigen Kinderbecken, es fühlt sich an wie ein Traum, Aug in Auge im Wasser treiben, lachen, spritzen. Und ab und zu dann doch ein Sonnenglitzern hinter Berg und Wolken hervor ...

In meinem nachtbeleuchteten Zimmer einen armen zitternden Schmetterling finden, ihn in den Händen mit nach draußen nehmen, in die Dunkelheit. Drinnen das Licht löschen, und nur noch ihm nachschauen, wie er befreit entschwindet. In der feuchten Sommerdunkelheit stehen, tief einatmen, tief ausatmen, einatmen, ausatmen ...

Solche Früchte trägt der Sommer. Ich brauchte nur vom Boden aufzustehen, mich ein klein wenig aufzurichten und mich aus der satten Fülle beschenken zu lassen.
Danke.


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