Samstag, 25. August 2012

startschwer

Wieder da, beladen, erfüllt, beglückt, besänftigt.

Heute war - nach drei Wäsche-, Küchen-, Aufräum- und Planungstagen - mein Schulstart, der individuelle am Schreibtisch. Naja, er sollte es jedenfalls sein. Heraus kam --- nicht viel.

Anfangsträge, noch nicht warmgelaufen, mühselig, auf holperigen Denk- und Erinnerungswegen bin ich unterwegs. Wie jedes Jahr. --- Ich sollte es langsam wissen, dass ich so meine Zeit brauche.
Und es sei ja ein Zeichen für gute Erholung, sagt man, wenn anschließend alles im Kopf gelöscht ist. --- Aber doch nicht so sehr alles, aber doch nicht so sehr gelöscht, grummelt es in mir.

Ich weiß gar nichts mehr. Wie man ein Schuljahr plant? Wie man ein Thema aufbereitet? Wie man die Dinge am Schreibtisch ordnet? Wie man die Dateiablage systematisch hinbekommt? Wie man eine kurze, knappe Kollegenemail mal eben schnell tippt? Wie man einen Klassenorganisationshefter anlegt? Was meine vielen Notizen aus dem Zeitalter vor den Ferien bedeuten sollen? Was ich mir für die 6er schon überlegt hatte? Und wie ich das neue Physiklehrbuch einbauen wollte? Und meine Überlegungen zum neuen Oberstufenthema? Die Fortbildungsideen, mit Ausrufezeichen versehen - was wollte ich damit doch gleich anfangen? --- Reset, Nullpunkt, Gehen Sie auf Los. --- Da stehe ich jetzt. Auf Los. Aber wie geht`s von hier weiter?

Für heute habe ich genug Löcher in die Luft gestarrt. Ich gebe es auf. Ich mache jetzt Feierabend. Ohne dass ich zuvor nennenswert gearbeitet hätte. Nur das Ende meiner Arbeitszeit - die ist schon die alte. Die nun gerade sollte ich eigentlich nicht wiederaufnehmen :( 

(Vielleicht sollte ich lieber erstmal Bilder von den Ferien zeigen, und erzählen, warum unser Klassentreffen das Beste von allen Treffen jemals war. War es nämlich. Da dreht sich noch so vieles in meinem Kopf von diesen intensiven drei Tagen. Einschließlich Vorfreude aufs nächste Jahr, am gleichen Ort :))

Kommentare:

  1. Ja, di Liebe, erzähl erst einmal, lass nachklingen und verdränge nicht, was noch Raum braucht. Ich bin gespannt und wünsche dir Freude in deinen Tag, und wenn es die Freude an den Löchern ist...
    Sagt so leicht von aussen und lieber zu andern als zu sich selbst:
    Gabriela

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  2. Oh, für mich ist das gerade sehr beruhigend, dass sich die Gefühle zu Schuljahresanfang (und die partielle Lähmung am Ferienende) doch sehr ähneln :-) - ich wünsche dir einen guten Start (und eine überschaubare Zahl an Regalpaketen!)

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