Montag, 14. November 2011

Also dann ...

Warum fragt Ihr denn gerade alle heute? Fast könnte man es einen Nachfragekomplott nennen ;-)
Na gut, es lässt mir kaum eine Wahl:
PIEP.

Und um es vorab deutlich zu sagen: Keine Nachrichten sind gute Nachrichten. Wäre es in mir nicht so heiter, wäre es hier längst nicht so still.

Ja, so etwa sieht es aus:












Bunt, warm, lichtdurchflutet.


Nicht draußen - da ist dieses Licht schon ein paar Tage her - aber in mir.

Und im Außen, da rast das Leben und fordert mich ganz. Das berufliche vor allem. Eine Übergangsphase, in der ich an der Schule noch fast ein ganzes Deputat zu fahren habe, das Neue aber nebenher beginnen soll. Bis Weihnachten heißt das 8 Stapel Korrekturen. Plus 8 Nachmittags- oder Abends- oder Ganztagszusatztermine. Eigentlich auch schon Vorbereitung auf all meine neuen Aufgaben. Ähm - eigentlich. Denn da sind ja noch 22 Wochenstunden Unterricht. Und ein Praktikant, und eine Referendarin.
Nein, ich jammere nicht. Ich habe das vorher gewusst, dass es im Übergang so reiben wird. Dafür werde ich mich wohl im Januar, wenn die Schulverpflichtung halbiert wird und das Neue intensiv beginnt, wie im Müttergenesungswerk fühlen :)

Noch ein paar Splitter der letzten Tage (nur damit Ihr wisst, dass ich mich auch ohne Schreiben nicht langweile):

Am Wochenende der Sohneskindergeburtstag - der Termin war oft verschoben und lang fällig. Diesmal auswärts - ich ganz allein mit Bus und Bahn und 12 Kindern unterwegs. Sozusagen die kleine Klassenfahrt zwischendurch :)  (wirklich: ich wusste meine professionelle Erfahrung sehr zu schätzen in diesen Stunden).

Ein noch aufgedrehter Sohn platziert den Kissenwurf passgenau. In zwei Teilen liegt sie am Boden. Ich quetsche mir die Einmalkontaktlinsen ins Auge - iiihhh, aber irgendwie muss ich unterrichten. Später der Optiker sagt, das Geklebte hält nun nicht mehr lange.
Ich wollte die neue Brille eigentlich noch hinausschieben, weil in absehbarer Zeit sowieso Gleitsicht fällig wird. Soll ich nun vorher noch eine ohne Gleitsicht oder gleich mit? Beratungsgespräch beim Optiker. Und Preislisteneinsicht. Man oh man, Altersweitsichtigkeit muss man sich bei meinen Kurzsichtigkeitswerten aber auch leisten können :(  --- Ich fürchte, die Entscheidung muss in den nächsten Wochen fallen. (Nur für die mit gesunden Augen gesegneten: Es geht um eine vierstellige Summe. Ja.)

Passend dazu geht heute mein Handy kaputt. Weil wir gerade bei Entscheidungen pekuniärer Art sind ...

Und dann sind da noch: --- die Kinder, beglückt, wenn ich abends komme, so wenig wie wir uns sehen, so schön ist es --- das Klavier, die Musik, die Momente zum Innigwerden --- mein Blick vom Schreibtisch in die Herbstluft hinaus --- eine Herzensfreude, völlig überraschend geschenkt --- eine Begegnung durch einen Satz, der ein langes Gespräch in sich trägt --- und ein Sohneswort, als er sich abends im Bett zu mir einkuschelt: "Wenn ich bei Dir liege, dann fühlt es sich an, als könne mir niemand etwas antun."
Dann weiß ich, dass trotzdem noch alles stimmt.
Auch wenn die Tastatur schweigt, die stillen Momente an vielen Tagen mir selbst nicht sichtbar sind, die Zeit für Spaziergänge nicht reicht, für Begegnungen, für Mails, für Gedankenwege, für Vertiefung auch nicht ... dann weiß ich, dass es im Moment so sehr im Äußeren sprudeln muss und darf, weil andere Zeiten waren und wieder sein werden.

Ein Fluss eben, all das ...









Unter einem weiten Himmel ...









(Und wenn ich nun wieder ein paar Tage schweige, dann sitze ich an meinen Korrekturen. Nur das. Alles ist gut. Sogar Korrekturen sind gut, wenn man Ja zu ihnen sagt.)

Kommentare:

  1. Ebenfalls.
    Und HD von oben bei ausgesprochen klarer Herbstluft- wow.

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  2. Es war ein bisserl seltsam, eben Heidelberg wiederzusehen. Irgendwie ist dieses Kapitel wohl noch immer nicht ganz abgeschlossen.
    Aber schöne Herbstbilder hast du gemacht.
    Ich schick dir liebe Grüße an den Neckar und wünsch dir ein entspanntes Wochenende, Constanze

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