Dienstag, 6. Mai 2014

Morgen-Geschenk

Wenn man vom abebbenden Morgensturm (hast Du meinen blauen Rucksack gesehen? - warum hast Du mir die Entschuldigung noch nicht geschrieben?- nee, nicht DIESE Salami - ich muss heute zwei Euro in die Schule mitbringen - die anderen Kinder haben IMMER Saft in ihrer Flasche! - wir haben gestern mit Europa angefangen, soll ich Dir mal die Sage erzählen, wie Europa entstanden ist? - verdammt, wo ist mein zweiter Schuh?) in die frischkalte Morgenluft hinaustritt, den Kindern durch die sonnenleuchtende Straße zuwinkt, bis sie hinter der Ecke verschwunden sind, und dann in diesem frischkalten Sonnenleuchten einen Moment verharrt, tief einatmet, und aus, und wieder ein, und sich mitnimmt von der Kraft, die dieser junge Morgen ausstrahlt, in den eigenen Tag, der vor einem steht, all seine Anliegen auf einen hohen Turm gestapelt  --- dann wird es einem ganz warm und licht im Innern, ganz friedlich, und ganz leicht scheint es plötzlich, diesen Turm anzugehen, Stufe für Stufe, immer weiter ein- und ausatmend, und dankbar, so dankbar.

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