Montag, 19. Mai 2014

Wochenrückblick 20/14


Wetter
anfangs noch kalt-aprilwetterisch, dann wärmer und trockener und noch wärmer und noch trockener ... bis gestern und heute von der Tochter Sonnentop und Sonnencreme und vom Sohn das Schwimmbad eingeweiht wurde
gemacht
die Arbeitswoche so dicht wie die vorige, ich frage mich gerade, wie ich überhaupt noch anderes untergebracht habe, als da wäre: die Tochter moralisch beim Ausrupfen der beiden oberen mittleren Zähne begleitet - gerade noch so vor dem 8. Geburtstag geschafft: sie hatte die nun klaffende Lücke sehnlichst erwartet; eine Ferienwohnung in der Nähe von Braunschweig gebucht, und spezielle, komplizierte Reisepläne für die Pfingstferien gemacht, die für den Sohn etwas ganz Besonderes bereithalten werden (davon vielleicht später, vielleicht auch nicht); viele Kindersachen in Keller und Garage zusammengesucht, gewaschen, mit Wasser abgesprüht, um dann eine komplette Autofuhre zum Sterntalerlädchen zu bringen, wo sie verkauft werden für Kinder, die wohl bald keine Spielsachen mehr brauchen werden (was einem in solchen Momenten durch den Kopf geht ...); mich während der Musikschulwartezeit ausnahmsweise nicht per Laptop (jetzt: Tablet) mit Arbeitsdingen beschäftigt, sondern im benachbaren Eiscafé einen solchen in der Sonne genossen; einen Chorauftritt der Tochter gehört; mit dem Orchester und den anderen Orchestereltern ein Spanien-Nachtreffen begangen - mit Fotos und Pizza; Geburtstagsgeschenke eingepackt; Bleche von Brownies und Kirschmuffins gebacken (und froh gewesen, dass in der Tochterklasse nur 18 Kinder sind - und mir geschworen, dass ich das später, wenn ihre Gymnasiumsklasse etwa doppelt so groß sein wird, auf keinen Fall mehr machen werde, auch wenn ich mich damit mal wieder als nicht mustergültige Mutter outen werde)
gehört
wieder und wieder lasse ich im Auto die Maisky-CDs laufen, es sind ja 10 Stück, ich vermute, die bleiben da noch ne Weile, bis ich sie über habe
gelesen
erst begonnen - Viola Roggenkamp: Familienleben - und noch nicht richtig hineingefunden (aber da ich eine immer-zuEnde-Leserin bin und mich sehr wohl der Inhalt berührt, nur die Sprache des Buches noch etwas quer steht, werde ich weiterlesen)
gegessen und getrunken
Pellkartoffeln mit Frühlingszwiebelquark, frittierter Lachs mit Kartoffelsalat, Hühnchen in Weinsauce, Spargel mit brauner Butter, Salat aus grünem Spargel, Thunfischsalat, Tomate-Mozarella, Kaffee und Eiskaffee, Schorle von Saft und Wein, Sekt und Rotwein, und immer die Wasserflasche in der Schultasche (ich lerne: Kopfschmerzen am Schulvormittag kann man vermeiden, auch wenn einen die Schüler seltsam anschauen, wenn man zwischendurch einen kräftigen Schluck aus der Pulle nimmt)
begegnet
wie sollte es anders sein in wiederum solch einer Woche: hauptsächlich Kollegen und Schülern, dabei besonders beglückend, dass ich in den letzten Tagen so viele Gespräche als konstruktiv und fruchtbar erleben durfte; mit einem ehemaligen Kollegen zu Mittag gegessen, als ich ihm zufällig an seiner Schule begegnete, und dabei gefreut, dass es immer noch so viel auszutauschen gibt, und so viel voneinander zu lernen; und am Samstagabend stand plötzlich unsere Klavierlehrerin vor der Tür - eigentlich wollte sie nur einen Termin absagen (sie telefoniert so ungern wie ich), aber dann haben wir daraus ein Abendessen mit Sekt und viel Lachen gemacht
gedacht
wie viel ich von meinen Kindern lernen kann, wenn sie so offenherzig und voller unendlicher Lebensfreude durch jede Minute des Tages gehen und all ihr Strahlen großzügig in die Welt hinausstreuen - hach ...
gefühlt
oft müde, aber immer irgendwie trotzdem mit ausreichend Energie beschenkt - ja: beschenkt  fühle ich mich, vom Leben beschenkt
gestaunt
über die Kartentricks des Sohns, die immer mehr und immer besser werden - beim besten Willen steige ich nicht mehr dahinter (was mir anfangs noch mühelos gelang); und über die Fähigkeit der Tochter, während des gemeinsamen Kuchenbackens aus lauter Überschwang Selbstdialoge mit Rollen in allen Stimmfarben zu führen - ja, sie muss alle Rollen selbst spielen, weil mir das Theaterisieren überhaupt nicht liegt und ich sowieso mit fasziniertem Zuhören beschäftigt bin
gekauft
eine Familienjahreskarte fürs Schwimmbad; eine knallorangene Tochterhose im Sterntalerlädchen; ein Buch und eine Zeitschrift für die Schule
gefreut
dass der Sohn gerade einige Reifeschritte geht, was Kommunikation und Kooperation angeht, eigentlich erwartet man in der beginnenden Pubertät das Gegenteil, und daher freu ich mich so über alle gelingenden Worte zwischen uns (vielleicht geh ja auch ich die Reifeschritte??? manchmal denke ich, dass ich von ihm da einiges lernen könnte)
geärgert
über die Kollegin, die mir immer auf dem Schulflur mitteilt, was mein Sohn heute alles vergessen oder getan oder eben nicht getan hat ... hm, das sind alles Pillepalledinge, selbst wenn ich ihn versuche objektiv (und nicht als Mutter) anzuschauen - ich überlege die ganze Zeit, ob ich was sage, aber auch, was sie mir damit eigentlich sagen will ... ich meine, vielleicht ist es nur ihr persönlicher Umgang mit der schwierigen Situation, ein Kolleginnenkind zu unterrichten, das kein easy-going-Schüler ist
gelacht
über Wortspiele am Familientisch, wie fast jeden Tag, und zusammen mit meinem 11er - Kurs, was noch lange nicht selbstverständlich ist, wir sind immer noch am Warmwerden, aber es wird
geweint
als ich das gelesen habe
berührt
wie viele wunderbare Farben am Wegesrand liegen - wenn ich mit dem Auto hier kreuz und quer durch die Lande fahre(n muss), dann bin ich oft verzaubert vom Licht, von all den Wundern, die ich sehe (und denke dann, dass es eigentlich im Leben doch genau so ist - wenn man nur hinschaut)
Ausblick
morgen: Tochtergeburtstag mit Zoobesuch; dann Arbeit - Arbeit - Arbeit; und dann wieder ein laaaanges, terminfreies Wochenende
Dankbarkeit
dafür, dass wir morgen einen achten Geburtstag feiern dürfen

Kommentare: