Montag, 22. Juni 2009

Heute Nacht um kurz nach drei ...

... bin ich plötzlich aufgewacht. Warum? Wer weiß das schon ...
(Ich schlafe sonst sehr gut und sehr regelmäßig durch.)

Allmählich, mit erwachendem Vogelgezwitscher, mit aufziehender Dämmerung erwachen auch meine Gedanken, und es dämmert mir: Es ist Urlaubs-Spiegel-Zeit. Auf die Stunde genau.
Soll heißen: Die Urlaubstage sind sozusagen aufgebraucht. Für jeden Urlaubstag ist nun ein Nachurlaubstag vergangen. Für jede Urlaubsstunde eine Nachurlaubsstunde. Für jede Stunde Kraft-Tanken ist eine Stunde Energie-Verbrauchen vergangen. (Physiker lesen gerade mal nicht so genau hin.)

Dieses war eine gute Reise. --- Nach manchen Reisen reicht die gewonnene Energie gerade mal drei Tage, dann ist der Alltagszustand wiederhergestellt. --- Diesmal haben die Vorräte länger gehalten, bis heute mindestens. Doch nun sind die Spiegel-Tage vergangen, jede Urlaubsstunde in einer Alltagsstunde gespiegelt - und aufgezehrt? - worden.

Verzagte Fragen schleichen sich ein:
Ist wohl noch etwas von den Vorräten übrig?
Oder sind sie jetzt aufgebraucht, zu dieser Stunde?
Fühle ich mich deswegen heute so kraftlos?

Oder aber kann ich hoffen:
Vermag die Urlaubsenergie ein weiteres Stück Weges zu tragen?
Haben die Vorräte in den vergangenen, guten Tagen Wurzeln in mir geschlagen?
Haben sie ihren Samen sanft ausfliegen lassen, zukunftsträchtig?

Dann, ja dann, wird es ein wahrlich guter Urlaub gewesen sein.
Der Schlaf mag mir an diesem Morgen nicht mehr kommen ...

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