Dienstag, 14. Juli 2009

Kausalzusammenhang?

Sonntags am Feldberg im Schwarzwald. Aufgeschnappt das Gespräch zweier vorbeiwandernder Frauen mittleren Alters.

" ... in der ehemaligen DDR ... die Ansprüche sind riesig. ... man will sich alles leisten können ... und dann gehen eben beide arbeiten ... wer leidet darunter ... ganz klar, immer die Kinder ... ja, die können einem leid tun ... und weil die Eltern so beschäftigt sind, steigt eben auch die Gewaltbereitschaft ... liest man ja ständig ..."

Nur, dass Ihr´s wisst, Ihr mitlesenden, ebenfalls berufstätigen Mütter! Ich grüße Euch nachdenklich. Euch, und alle anderen, die darüber den Kopf schütteln.

(Nein, nachdenklich bin ich nicht, weil ich jetzt mein Lebenskonzept in Frage stellen würde. Nachdenklich werde ich beim Gedanken an diese "Wahrheiten", diese (Vor)Urteile, diese Allwissenheit, diese Kausalitäten, mit denen wir täglich zusammenprallen.)

Kommentare:

  1. Ich glaube, dass wir Menschen für jede Erscheinung in unserer Gesellschaft, die uns Angst macht, Verantwortliche suchen, andere, die in ihrer Lebensgestaltung möglichst weit weg von der unsrigen sind, damit uns kein Hauch dieser Schuld streifen möge.
    Mal trifft es so die einen, mal die anderen, die einen häufiger, die anderen haben mehr Glück.
    Bis unsere Welt von der Liebe bestimmt wird, wird es noch noch ein paar Generationen dauern, wenn es sie bis dahin noch gibt...

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  2. Liebe Gabriela,

    das mag sein. Du wirst davon ja ein Lied singen können. Ein ganzes Liederbuch vermutlich.

    Und doch frage ich mich: Wer sind denn dann die „normalen“, die „nicht anderen“, die nicht und nie angegriffen werden wegen ihrer Lebensweise? Irgendwie kenne ich davon nicht so viele. Alle haben doch etwas „anderes“. Wer also ist der 0815-Mensch?

    Fragende Grüße
    Uta

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