Freitag, 28. August 2009

Erlösung ...

... so würde ich es nennen, für Mutter und Kind.
Fürs Kind eigentlich weniger, denn das musste sich ja nie ohne Betäubung auf dem Nerv herumbohren lassen, das hat ja noch nie ne Spritze bekommen, deren Flüssigkeit postwendend zu den Augen wieder als Fontäne herausspritzte - *gruselige Erinnerungen leben auf*. Das Kind hatte also gar keine Ängste, vorher.
Nein, ich bin erlöst, erleichtert, froh, dass meine Händchenhalte-Hand gar nicht erforderlich war. Dass ich ihm keine Angst gemacht hatte vorher, und dass meine Aussage vom Nachmittag doch nicht ganz falsch war ;-))

Denn:
- superliebe Zahnärztin, superliebe Zahnarzthelferin
- spannender Film (die Attraktion für das fernsehfrei aufwachsende Kind)
- geduldige anschauliche Erklärung, dass der Zahn jetzt schlafen müsse
- ob er dies lieber mit Erdbeer-, Banane- oder Zuckerwatte-Geschmack zu tun wünsche (der Sohn wählte Zuckerwatte)
- dann geschickter Vorwand, dass der Sohn die Augen schließen solle (trotz des Films - ich hab gar nicht mitbekommen, was die ihm erzählt haben, dass er nicht einmal zum Monitor hochblinzelte)
- schnell hinten herum die Spritze gereicht, viermal eingestochen (und der Sohn hat es nicht bemerkt - ich schwöre: er weiß es gar nicht!)
- dann wieder Geschichtchen, dass es jetzt kribbelt (Ameisen in der Lippe!), bitzelt (Bohrer) und spritzelt (Wasser)
- und fertig.

Heraus kam ein hochzufriedenes Kind, denn aus der Schatzkiste durfte er sich wegen seiner Tapferkeit dennoch etwas aussuchen - auch wenn mir die Tapferkeit nicht so recht aufgefallen ist :-). Und eine neidische Mutter, denn: Leider werden Erwachsene in dieser Praxis nicht behandelt :-(

1 Kommentar:

  1. Nein, es war ein Milchbackenzahn. Auch nicht so tief, sie machte es wohl sicherheitshalber, damit der Zahnarztbesuch nicht zu einem traumatischen Erlebnis wird. Und die Spritze hat er wohl wirklich nicht gespürt - das hat mich ja am meisten fasziniert.

    LG Uta

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