Sonntag, 20. Dezember 2009

Vollbracht

Nach getaner Arbeit




präsentieren wir hier das Resultat unserer nunmehr wochenlangen Bauarbeiten:



Das große Haus, ein Gemeinschaftswerk ...



... lässt in Strukturen und Mustern seiner Gestaltung ganz deutlich die Handschrift von Erwachsenen erkennen.




Zum Schluss tobten wir uns - nunmehr gänzlich von den erschöpften Kindern verlassen - beim Besucherandrang im Garten aus ... welch Sehnsüchte spiegeln sich allein in diesem sich auf der Mauer sonnenden gelben Bärchen wider?



Damit boten wir den Kindern unfreiwillig Grund für besonderes Vergnügen: sie konnten sich überhaupt nicht mehr vor Begeisterung einbekommen, als sie entdeckten, dass einige der Besucherbärchen kopfüber im Schnee stecken. (Diese Körperhaltung musste sofort auf dem Teppich nachgeahmt werden ;-))

Der Tanz auf Dachfirst und Schornstein erfreut sich bei uns aus anderem Grunde besonderer Beliebtheit:




Pflegen doch diese waghalsigen Gestalten immer besonders schnell "abzustürzen" (arg windig da oben!) und sich dann zur allgemeinen Verwunderung in ein Nichts aufzulösen ;-))


Die Kinderhäuser zeigen jedes eine eigene Handschrift. Sieht man mal von den Bananen im Vordergrund ab, ist dieses hier ganz geprägt von kindlicher Winter-Sehnsucht.



Das Dach musste vollständig mit Schnee bedeckt werden. Ich kam mit der (Ei)Schneeproduktion gar nicht hinterher ...




Verständlich irgendwie, denn im Unterschied zum restlichen Mitteleuropa liegt bei uns derzeit KEIN Schnee --- das hier kann man ja wohl nicht gelten lassen :(



Das vollständig schneebedeckte Haus weckte in meinem Sohn den Ehrgeiz, dass auch in seinem Haus schließlich keinerlei Lebkuchen mehr sichtbar sein sollte.






Vier Fotos von allen vier Seiten liefern den Beweis: Dies scheint ihm gelungen. Selbst die Hundehütte ist nunmehr gänzlich verborgen im Bunt.



Die reichhaltige Dekoration lässt allerdings die Überlebenschancen seines Häuschens auf ein Minimum schrumpfen, vermute ich: zu verlockend, dieses Knusperhäuschen.


Dieses dagegen ist weniger üppig beladen, dafür hoch und sorgfältig umzäunt ...



... so dass seine Bewohner gut geschützt im Garten wandeln können.



Nun, die (vergleichsweise) Kargheit hat dem Haus und seiner Architektin aber nichts genützt: Genau an diesem nämlich findet man erste Naschspuren. Schon VOR dem Fotoshooting!!!



Der Sohn kommentierte diesen Regelverstoß der beiden dreijährigen Knuspermäuschen übrigens ganz verständnisvoll: "Sie sind doch noch so klein" - Recht hat er.

Kommentare:

  1. Wahnsinn!
    Esst ihr das alles?
    Ich habe noch nie in meinem Leben so ein Häuschen gemacht, und meine Kinder daher auch nicht.
    Ich wünsche euch einen starken Magen beim Knuspern!
    Und herzliche Gratulation!
    Ich wünsche dir, dass du bei den Korrekturarbeiten auch bald "vollbracht" rufen darfst.
    Herzlich
    Gabriela

    AntwortenLöschen
  2. Nein, ein Haus hat das Patenkind mitgenommen - bleiben drei (eigentlich sollten es nur zwei sein, hat sich jetzt anders ergeben).
    Letztes Jahr haben wir alles bis auf das Große verschenkt. Und von dem bekam ab 1. Januar, da war "Anstich", jedes Besucherkind eine Platte oder so mitgegeben - das war immer der Renner.
    Nur etwa die Hälfte des großen Hauses haben wir selbst gegessen - bis Februar, das ist durchaus so lange genießbar. Dieses Jahr werden wir noch viel Besuch mit Kindern haben, also bin ich zuversichtlich ;-))
    Die Korrekturen, nun ja, da wird`s wohl dieses Jahr kein "vollbracht" mehr geben. Beginne ich einzusehen :(
    Gute Nacht
    Uta

    AntwortenLöschen
  3. Ich habe seit deinem Post mindestens drei Blogs gefunden, in denen auch solch bunte, süsse Häuschen gezeigt werden. Ich glaube, ich kenne das einfach nicht, das scheint offensichtlich ein verbreiteter Brauch zu sein.
    Schau mal, wenn du magst:
    http://lenifarbenfroh.blogspot.com/2009/12/das-mu-ich-euch-noch-zeigen.html
    Vielleicht wagen wir das irgendwann auch mal...
    Lieben Gruss
    Gabriela

    AntwortenLöschen
  4. Ja, hier ist das ein bisschen verbreitet, wenn es auch viel Arbeit macht. Es gibt auch Teig-Bausätze zu kaufen, habe ich mal gehört.
    Wir haben es aus unserem Kindergarten, da bauen und schmücken die Kinder solche Häuser und verkaufen sie auf dem Adventsbasar. Seitdem quengelten meine Kinder, sie wollten zu Hause auch.
    Letztes Jahr habe ich es erstmals mit ihnen gewagt, mit Erfolg, würde ich sagen.
    Wenn Du nächstes Jahr immer noch meinst, es wagen zu wollen, erinnere mich vorher dran ;-))

    Liebe Grüße
    Uta

    AntwortenLöschen