Samstag, 17. Oktober 2009

Ein Hauch Wärme

Seit Tagen wird es bei uns im Haus immer kälter. Wir haben uns noch nicht durchringen können, die Heizung einzuschalten. Tragen mehr und mehr warme Pullover und Wollsocken. Aber langsam wird es wirklich ungemütlich. Ich friere.
Gehe im Schlafzimmer zum Fenster, um etwas im Garten zu schauen, will weiter nach rechts sehen, gehe näher an die Scheibe mit meiner Wange – und da!
Ein Hauch Wärme!
Er streift mich, als ich ganz nah an der Scheibe bin. Nur dort. Sehr spürbar, sehr wohltuend, sehr unerwartet. Von draußen, von der kaum sichtbaren, der nur im Weiß der Wolken zu erahnenden Sonne, durch die Scheibe dringend.
Ich bleibe eine Weile so stehen, erwärme meine Wange, und mein Inneres dazu. Wie ungeahnt, wie verborgen, wie geheimnisvoll mag so mancher Hauch Wärme sein, im Rings-um-uns. Und wie schön, wenn er einen so unerwartet streift ...

1 Kommentar:

  1. liebe uta,
    gelegentlich ein hauch wärme für körper und seele täte so vielen so gut. ich habe erst gelesen, wieviele menschen in osteuropa frieren, in kalten ungeheizten häusern ohne warme kleidung.
    und dann die menschen, denen ein lächeln, ein gutes wort die seele erwärmen würde, sei es auch nur für kurz.
    ich freue mich auch, werde ich unerwartet davon berührt, aber ich muß auch wachsam sein, ihn wahrzunehmen, diesen hauch.

    liebe grüße heike

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