Freitag, 29. Januar 2010

Akustischer Beweis

Und als ich heute morgen am Telefon dem Vertretungsplanmacher wortreich erklärte, warum ich ausnahmsweise nicht in der Lage bin, jetzt Aufgaben für die vier zu vertretenden Stunden zu erstellen und per Mail zu schicken, unterstützte das Kind meine Argumentation durch eindrucksvoll dargebotene Spuckgeräusche über der großen Schüssel. Brav, Kind, der Zeitpunkt war perfekt. (So genau wollte der Vertretungsplanmacher die Gründe wohl gar nicht wissen ;-))

Ansonsten läuft gerade die zweite Waschmaschine, ich lagere mit dem Kind im großen Bett, inzwischen ist alles gut durch Handtücher und Schüssel geschützt, und wir harren der Dinge, die da noch kommen.

Ich hoffe sehr, dass es sich bei meinem arg flauen Grummeln im Bauch um ein rein solidarisches Gefühl handelt, ich hoffe sehr, dass es den Mann, der gerade fast 100 km mit dem Auto auf verschneiten Straßen unterwegs sein muss, dort nicht auch erwischt, und ich hoffe sehr, dass jetzt kein Anruf aus der Schule kommt, das große Kind möge bitte abgeholt werden … das wüsste ich im Moment wirklich nicht zu bewerkstelligen, mit spuckender Tochter durch Schneetreiben mit der S-Bahn? Nee, jetzt hoffe ich mal, dass der nicht …

Die Tochter jedenfalls bekommt ‘ne Tapferkeitsmedaille, wie sie heute nacht ein ums andere Mal blass im Bett saß, sich waschen und umziehen ließ, und immer nur sagte: „Und wenn ich wieder in’n Kindergarten geh‘, erzähl‘ ich, dass ich x Mal gespuckt habe.“ Und das x setzte sie wie ein zuverlässiger Zähler jedesmal um eins nach oben ;-)

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