Donnerstag, 14. Januar 2010

"Die Kunst des Ausruhens ...

... ist ein Teil der Kunst des Arbeitens."

Ja, der John Steinbeck hatte gut reden, war ja vermutlich freischaffend. Aber wie soll unsereins das hinbekommen?

Jetzt gerade - zur Stunde - läuft mein korrekturfreier Abend. Heute die letzte der "Altlasten"-Arbeiten zurückgegeben, schreibe ich morgen die nächste. Jetzt, kurz vor Mitternacht, bin ich auch schon (;-)) fertig mit meinem Schulzeugs für morgen.

Nun also nix wie ausgeruht!

Denn ab morgen muss ich ja schon wieder korrigieren,
bevor ab Montag das nächste Zeug,
bevor alle 150 Zensuren,
bevor nächste Woche eine 2-Tages-Fortbildung,
bevor übernächste Woche große Anteile bei einer schulinternen Fortbildung,
bevor Nachmittage voller Notenkonferenzen,
bevor alle alle Zeugnisse,
bevor noch der Känguru-Wettbewerb,
bevor der Elternsprechtag,
bevor die nächste Oberstufenklausur,
bevor die drei 1-Tages-Fortbildungen in einer Woche
zu besuchen - zu erstellen - zu absolvieren - zu organisieren - zu schreiben - durchzustehen - zu übernehmen - zu besuchen - einzutragen - zu korrigieren ist/sind ...

Gute Voraussetzungen, um immer wieder intensive und intensivste Phasen des Ausruhens einzubauen?!?!

Jetzt zum Beispiel: Jetzt gehe ich nämlich schlafen. Einfach so, nur zum Ausruhen.
Gute Nacht!


(PS: Und schon komme ich mir blöd vor, weil ich hier über meine viele Arbeit jammere. Ich mach sie ja gern, will mich nicht wirklich beklagen. Bloß in so Stoßzeiten, da fühle ich mich manchmal überfordert und erschöpft, da würde ich gern mal innehalten und nicht wie ein Hamster im Rad endlos laufen-laufen-laufen ohne Luft holen zu können.)

Kommentare:

  1. liebe uta,

    ich denke an dich. hoffentlich kannst du die pausen zwischendrin auch zum ausruhen nutzen. denn wenn die gedanken in den pausen bereits im zukünftigen "schulzeugs" stecken, ist der erholungswert gleich null.

    liebe grüße
    heike

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  2. das empfinde ich nicht als jammerei, sondern eher als tätigkeitsbericht!
    das hamsterradfeeling brachte mich beinah um, zumindest ging das laufrad kaputt. auszeit, kur, neuorientierung. vielleicht sollte man es einfach mal so weit kommen lassen...
    auf jeden fall ausruhzeiten erzwingen!

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  3. Im ersten Moment hat mich der Gedanke erschreckt, das Laufrad "absichtlich" zerbrechen zu lassen - aber ich verstehe, was Du meinst, liebe Sonia.
    Wenn auch nicht auf solch extreme Weise, ist es doch wichtig, immer wach zu bleiben mir selbst gegenüber: Wieviel geht bzw.geht eben nicht mehr?
    Insofern dienen mir solche "Jammerposts" durchaus zur Bewusstwerdung, zeigen mir selbst auf, wann ein Stopp geboten ist.

    Und Heike, wenn ich zur Ruhe komme, dann ist diese echt und wirklich - ja, wenigstens das vermag ich, glaube ich, ganz gut.

    Herzliche Grüße
    Uta

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