Donnerstag, 29. Juli 2010

Ferienfremdeln

Ich und mein Feriengefühl, wir fremdeln noch miteinander.
Gänzlich unvorstellbar, diese sechseinhalb Wochen.

Die Aufgabenliste ist lang. D.h. sie wäre lang, wenn ich sie denn aufschreiben würde. Da ist von allem etwas dabei.
Aber es fühlt sich falsch an, sofort in eine Fortsetzungsgeschäftigkeit zu verfallen, eine durchgeplante noch dazu.
Noch falscher fühlt es sich an, mich mit einem Buch in eine stille Ecke des Hauses zu verkriechen.
Und am falschesten fühlt es sich an, mich jetzt unter Druck zu setzen, auf dass sich auch ja sofort ein Ferienrhythmus und ein Feriengefühl und ein Feriensein einstelle.

Also lasse ich den Tag laufen.
Frühstück in Schichten. Chaotisch, könnte man das nennen.
Immerhin ist die Tochter rechtzeitig im Kindergarten.
Aufräumen - nach ein paar Handgriffen verlassen mich Lust und Antrieb.
Irgendwann im Laufe des Vormittags schaffe ich es doch unter die Dusche.
Und wir verpassen den Logopädietermin nicht.
Dem Besuch wird pünktlich die Tür geöffnet.
Und nun wirbelt der durch's Haus ...

Ich lausche weiter in mich. Wann wohl mein Feriengefühl anklopfen wird?

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