Donnerstag, 8. Juli 2010

Irrglaube

Und wenn man meint, ein Korsett, ein Ring eng um die Brust geschnürt,
befähige einen dazu, mit weniger Luft zum Atmen auszukommen,
dann ist das ein Irrglaube.
Auf lange Sicht braucht man sie doch, die Luft.

Oder liegt es an mir - habe nur ich
die Quelle noch nicht gefunden,
die mir Luft von innen heraus schenkt?
So dass ich den Ring gar nicht schmerzhaft zu zersprengen brauche?

1 Kommentar:

  1. Ein Glück, wenn du das atemhemmende Korsett noch als solches wahrnimmst, statt es für die Normalität zu halten. Das ist total gut so, ebenso wie die rausbrechenden Steine und all dein Fliessen. Diese Übergangszeiten sind so schwierig, wenn das Alte nicht mehr passt und das Neue aber noch nicht da ist und man selber mitten drin in der Veränderung. Auch wenn Tränen heilsam sind, sind sie und die Schmerzen ja nicht einfach auszuhalten. Mir hat es immer geholfen, mir das als eine Art Geburt vorzustellen. "Schmerzen trennen uns von Altem", sagte mal ein Therapeut in einer tollen Klinik. Und ich sage: "Wachsen tut oft weh, gebären auch."
    Liebe Uta, es ist gut, dass du da bleibst und all das zulässt, was sich da endlich Bahn bricht und raus will, damit du wieder freier atmen kannst.

    Ich schick dir einen liebevollen Gedanken durch die Nacht und wünsche dir Vertrauen in den Fluss des Leben, zusammen mit einer mutmachenden Umarmung
    Constanze

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